Bildverarbeitung spielt in vielen Bereichen der Technik und des Alltags eine wichtige Rolle zur Informationserfassung. Sie ist eine etablierte Technologie u. a. in der Mess- und Automatisierungstechnik, der Robotik, der Fahrzeugtechnik und der Unterhaltungselektronik. Wichtige Vorteile von Bildverarbeitungssystemen gegenüber anderen sensorischen Prinzipien bestehen u. a. darin, dass Bilder berührungslos gewonnen werden können und dass Bildsensoren inzwischen vergleichsweise günstig sind. Besonders spannend an der Bildverarbeitung ist aber, dass die Sensorik weitgehend dem menschlichen Leitsinn – dem Sehen – entspricht, aber nicht an die Beschränkungen des Menschen gebunden ist. Dies betrifft etwa die nutzbaren Spektralbereiche, die quantitative Interpretierbarkeit der Bilder, die gleichbleibende Aufmerksamkeit und Reproduzierbarkeit oder die Möglichkeit zur Erfassung hochdynamischer Prozesse. Auch wenn die Bildverarbeitung als Teil mehrerer Fachdisziplinen – u. a. Mess- und Automatisierungstechnik, Systemtheorie, Mathematik, Informatik, Optik, Lichttechnik, Mikrosystemtechnik – eine gewisse Reife erreicht hat, gibt es immer noch spannende neue Erkenntnisse. Ganz im Gegenteil: Gerade die Bildverarbeitung profitiert enorm von neuen Technologien wie z. B. dem maschinellen Lernen oder neuen Sensorprinzipien wie etwa Event-based Vision.
Das FBV/IPF hat das Ziel, über solche aktuellen Trends und neuartige Lösungen in der Bildverarbeitung zu berichten und zum fachlichen Austausch zwischen Wissenschaft und Anwendung beizutragen. Es findet in jedem zweiten Jahr seit 2010 statt und wird inzwischen gemeinsam vom Geschäftsfeld Advanced Sensing des Fraunhofer-Instituts für Optronik, Systemtechnik und Bildverarbeitung IOSB und dem Institut für Industrielle Informationstechnik IIIT des Karlsruher Instituts für Technologie KIT organisiert.
Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB - Karlsruher Zentrum für Materialsignaturen KCM